Projekt: Alte Getreidesorten

Angebaut werden die alten Getreidearten Einkorn und schwarzer Emmer.

Der Anbau erfolgt nach den Richtlinien des Demeter-Verbandes,

also unter Verzicht auf chemische Dünge- und Pflanzenschutzmittel.

Für den Landwirt ist der biologische Anbau dieser Getreidearten mit finanziellen Einbußen verbunden.

Trotzdem hat der Hummelberghof in Waiblingen-Hohenacker hier die Federführung übernommen und

kann so ein umfangreicheres Sortiment an Getreidearten anbieten als andere Landwirte.

Das zeigt sich etwa daran, dass die getreidespezifischen Ausstellungsasservate für den Ötzi 

im Archäologiemuseum in Bozen aus Waiblingen kommen.

Der Mann aus dem Eis des Similaun-Gletschers kannte sowohl Einkorn als auch Emmer. 

Für den Naturschutz liegt die Bedeutung des Projektes sowohl in der genetisch wichtigen Erhaltung dieser Getreidearten als auch in den ökologischen Besonderheiten des Anbaues.

Aufgrund der begrenzten Keimdichte ist der Halmschluss auf den betreffenden Feldern sehr viel geringer als bei den heute gängigen Getreidearten. Das ermöglicht den feldbewohnenden Tierarten wie

Rebhühner und Feldlerchen wesentlich bessere Bedingungen für die Jungenaufzucht.

Gleichfalls gilt dies für das Vorkommen seltener Ackerwildkräuter, die Nahrung für Rebhühner und Feldhasen sind. Voraussetzung für den dauerhaften Anbau der alten Getreide ist ein ausreichender Absatz 

auf lokaler Ebene. Überzeugen auch sie sich von der Qualität und dem vorzüglichen Geschmack von 

Back- und Nudelwaren aus Einkorn und Emmer.

Schwarzer Emmer, Triticum dicoccum      Foto: B. Lorinser
Schwarzer Emmer, Triticum dicoccum Foto: B. Lorinser
Einkorn, Triticum boeoticum Foto: B. Lorinser
Einkorn, Triticum boeoticum Foto: B. Lorinser
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